Bettina-von-Arnim-Forum
"Was ist Chaos und was lernen wir aus der Chaostheorie?"
Veranstaltungsort: Treffpunkt der Ursulinenschule
Termin: 26.11.2002 um 13:30 Uhr
Die moderne Bedeutung des Wortes Chaos ist jedem klar (Unordnung, durcheinander). Außerdem stellt das Wort „Chaos“ den genauen Gegensatz zu "Kosmos" (Ordnung, Weltall) dar. Heute erstreckt sich das erst etwa drei Jahrzehnte alte Gebiet der Chaosforschung über große Bereiche der Wissenschaft. Mathematiker, Naturwissenschaftler, Wirtschaftsforscher, Astronomen und Theologen beschäftigen sich mit dem "Chaos".
Wird aufsteigender Rauch,die Sahne im Kaffee,
die Meeresbrandung,
der Wirkung des Flügelschlages eines
Schmetterlinges auf das Wetter,
der Lauf von Billardkugeln,
das Doppelpendel vom Zufall oder nicht vom Zufall gesteuert?
Referent. Dr. Albrecht Goldmann (Dekan) Universität Kassel
Namensgeberin war Internatsschülerin
Auftaktveranstaltung des „Bettina-von-Arnim-Forums“ der Fritzlarer Ursulinenschule
„Man muss noch etwas Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Mit diesem Zitat des Philosophen Friedrich Nietzsche eröffnete Professor Albrecht Goldmann von der Gesamthochschule Kassel seinen Vortrag über das Chaos und die Chaostheorie. Der Vortrag war Auftaktveranstaltung des Bettina-Von-Arnim-Forums, einer von Schülern und Lehrern gemeinsam ins Leben gerufenen Vortrags- und Diskussionsreihe.
100 Schüler und Lehrer kamen hierzu im Treffpunkt der Ursulinenschule zusammen. Goldmann gelang es, seinen Zuhörern in anschaulichen Experimenten das Chaos als „eine unvermeidliche Folge von nicht-linearen Naturgesetzen“ nahe zu bringen.
Die Namensgeberin des Forums, Bettina von Arnim, war als Bettina Brentano von 1794 bis 1797 Internatsschülerin bei den Fritzlarer Ursulinen. 1802 heiratete sie den Dichter Achim von Arnim. Als sozial und politisch engagierte Frau es 19. Jahrhunderts war sie stets um Gerechtigkeit und Aufklärung bemüht. Ihr berühmtestes schriftstellerisches Werk ist der fiktive Briefroman „Goethes Briefwechsel mit einem Kind“.
Das lateinische Wort „Forum“ bezeichnete in der Antike das Zentrum des politischen und kulturellen Lebens einer römischen Stadt, einen Ort des Treffens und des Gesprächs.
An diese Tradition anlehnend will das Bettina-von-Arnim-Forum für Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen, die der Schulgemeinde, aber auch der Öffentlichkeit wichtige Fragen der Gegenwart näher bringen sollen.
Die nächste Veranstaltung findet am 31. März um 19:30 Uhr statt. Zum Thema „Dürfen wir alles, was wir können?“ zeigt Professor Ulrich Lüke von der Technischen Hochschule Aachen Möglichkeiten und Gefahren den gentechnischen Arbeit mit Stammzellen auf.
Text aus: „Bonifatiusbote“
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