Ursulinenschule Fritzlar

In jedem wohnt ein Licht

Kinder der Ursulinenschule setzten sich mit dem Thema Nächstenliebe auseinander

Brachten vielen Menschen ein wenig Licht in den düsteren Alltag: die Schüler und Schülerinnen der Ursulinenschule.
vorne: Konstantin Grede. Foto: Först

HNA vom 16.10.2009
Von Rosemarie Först

FRITZLAR. Sie wissen ganz genau, was Nächstenliebe ist: Vier Monate lang setzten sich die Sechstklässler der Fritzlarer Ursulinenschule in einem ungewöhnlichen Projekt mit dem Thema auseinander.

Lehrer Christoph Heise hatte mit den Jungen und Mädchen im Religionsunterricht die Frage behandelt, wie denn Nächstenliebe im Alltag aussehen kann - und diese Ideen auch tatsächlich umgesetzt. Deren Anliegen: "Wir wollen anderen Menschen helfen und für sie da sein", erklärt Tom. Jedes Kind hatte sich einen Menschen in seiner Umgebung gesucht, in dessen Leben er mit Zeit und Zuwendung ein wenig Licht und Freude tragen wollte.

So besuchten die Kinder ältere Menschen, plauderten und spielten mit ihnen und hörten mit den Senioren Musik. "Die Kinder lernen, dass es in ihrem Umfeld Menschen gibt, die Hilfe brauchen. Die Schüler selbst wurden ein Licht der Welt, wenn auch nur ein kleines", erklärt Christoph Heise.

Die Kinder lernten vieles über Lichtsymbolik, bastelten Papierfiguren, die Kerzen tragen und überreichten sie als sichtbare Botschaft ihres Anliegens dem Menschen, dem sie sich zuwendeten.

Semjon hatte sein Licht zu einem Kind getragen, dessen Eltern sich scheiden lassen wollen und das darüber traurig ist.