Ursulinenschule Fritzlar

Preisverleihung Freizeitprojekt "Kontakt zu alten Menschen"

Erstmalige Verleihung des Elisabeth-Preis – Ursulinenschule gehört zu den Preisträgern

Am Sonntag, den 19.09.2010, fand in Fulda die diesjährige zentrale gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Caritasverbandes und des Caritasverbandes für die Diözese Fulda statt. Sie begann mit einem Festgottesdienst/Pontifikalamt mit Bischof Heinz Josef Algermissen nd Caritas-Präsident Dr. Peter Neher im Hohen Dom zu Fulda. Der Festakt zur Preisverleihung schloss sich in der Theologischen Fakultät an.

„Experten fürs Leben“ – Teilhabe alter Menschen – unter dieser Überschrift hatte die Caritas im Frühjahr einen Wettbewerb ausgeschrieben. Einzelpersonen wie Einrichtungen konnten teilnehmen und ihre Projekte einreichen die dazu dienen, dass alte Menschen in unserer Gesellschaft wahrgenommen und am gesellschaftlichen Leben beteiligt werden. Dabei sein ist alles – und so reichten wir unser Freizeitprojekt „Kontakt zu alten Menschen“ ein. Dass wir dann auch noch zu den Gewinnern gehörten, hat uns überrascht und erfreut. Der mit 3000 € dotierte Preis wurde auf zwei Projekte aufgeteilt.

Preisträger 2010 des Elisabeth-Preises ist zum einen das Projekt der Kasseler Kirchengemeinde St. Josef Alt trifft Jung am Altar – Kindergarten in der Frühmesse“.  Zum weiteren Preisträger kürte die Jury unser Projekt „Kontakt zu alten Menschen“ , im Rahmen dessen Schülerinnen und Schüler Senioren in einer Altenpflegeeinrichtung begegnen, um mit ihnen Gespräche zu führen, mit ihnen gemeinsam kleine Unternehmungen durchzuführen, ihre Bedürfnisse und Sorgen kennenzulernen und sich darauf einzulassen, aber umgekehrt auch von den Lebenserfahrungen der Senioren profitieren zu können.  Im Festzelt neben dem Dom haben wir unser Projekt dargestellt.

Ich danke Sophie Bauer und Liane Engelhardt, dass sie zur Preisverleihung mit dabei waren und die Urkunde stellvertretend entgegen genommen haben! Ein Dank geht auch an Hr. Löcken, der uns gut und sicher chauffiert hat. Den überreichten Rosenstrauß haben wir uns geschwisterlich geteilt.

S. Helga Raband

 

Fuldaer Zeitung vom 20. September 2010

Veröffentlicht am 19.09.2010 09:38 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 19.09.2010 19:03 Uhr

 

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Tag der Caritas: Auf ältere Menschen setzen

FULDA Die bundesweit zentrale Caritas-Herbstveranstaltung fand in diesem Jahr auf dem Domgelände statt. Das Jahresthema lautete: „Experten für das Leben“.


Am Caritas-Sonntag stellt der Verband traditionell sein Arbeitsmotto für alle katholischen Kirchengemeinden vor und macht auf aktuelle Themen aufmerksam. Es geht um die selbstbestimmte Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben. Die Premiere: Während des Festaktes in der Theologischen Fakultät wurde erstmals von Ordinariatsrat Pfarrer Elmar Gurk der „Elisabeth-Preis“ verliehen. Die Preisträger: Die Kasseler Kirchengemeinde St. Josef und die Fritzlaer Ursulinenschule. Während die Kasseler gemeinsam mit Jung und Alt Gottesdienste gestalten, besuchen und engagieren sich die Schülerinnen in der Fritzlaer Schule für Projekte in Senioreneinrichtungen.
 
 
Tag der Caritas in Fulda

„Die Kirche muss neu dafür sorgen, dass Glauben und Leben, Frömmigkeit und Dienstbereitschaft unlösbar zusammen gehören, und dass die sozialen Tätigkeiten genauso zum Wesen gehört, wie der Dienst der Sakramente und die Verkündung des Evangeliums“, sagte Bischof Heinz Josef Algermissen in seiner Predigt. So müssten die großen Caritasverbände der Diözesen sich immer wieder darum bemühen, dass der Horizont ihres Dienstes nicht verloren gehe. Geleitet werden müsse die Arbeit von einem christlichen Menschenbild. Der Bischof dankte allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen, dass sie für Glaubwürdigkeit sorgten, weil sie die Wunden der Welt durch das heilten, was Jesus vermittelt habe.

Kultur der Achtsamkeit

Das Bild vom Alter in der Gesellschaft gelte es grundsätzlich zu überprüfen, unterstrich Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Talente, Stärken und Ressourcen gelte es, ins Bewusstsein zu rücken. Bis zum Schluss gebe es die Chance, Leben zu verändern. Neher forderte eine Kultur der Achtsamkeit, vor allem dann, wenn die Autonomie sich in Abhängigkeit wandle. Dann seien die sozialen Netzwerke entscheidend und die Strukturen wichtig, die es ermöglichten, dass der alternde Mensch in vertrauter Umgebung bleiben dürfe. Alte könnten heute noch immer zu wenig selbst bestimmen, wo und wie sie leben wollen. Auch würden sie noch immer nicht ernst genug genommen werden. Kritik übte der Geistliche an der „stillschweigenden Rationierung“ des Gesundheitswesens. Er forderte die Kirche außerdem auf, der aktiven Sterbehilfe ein Gegenmodell entgegen zu setzen. Der Generalvikar des Bistums Fulda, Professor Dr. Gerhard Stanke, wünschte sich für die Arbeit der Caritas nicht nur berufliche Kompetenz, sondern darüber hinaus auch eine spirituelle sowie die Zuwendung aus dem Herzen in einem partnerschaftlichen Umgang mit den Senioren.

„Wir brauchen eine neue Sicht des Alters, die die Potenziale und Ressourcen der älteren Menschen wahrnimmt und betont, ohne dabei die Verletzlichkeit und Angewiesenheit auf andere auszublenden, unterstrich Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium. Fuldas OB Gerhard Möller (CDU) dankte den Partnern, auf „die wir bauen können“. So sei die Caritas in besonderer Weise Experte und Anwalt. Professor Dr. Christoph Gregor Müller, Rektor der Theologischen Fakultät, stellte heraus, dass die rund 100 Seniorenstudenten eine tiefe Bereicherung für die jüngeren Studierenden seien.
Das Pontifikalamt wurde musikalisch begleitet vom Projektchor 65 plus, den Domkapellmeister Franz-Peter Huber und Diakon Gebauer gegründet haben. Harke und Simeon de Roos umrahmten den Festakt musikalisch, während die Rentnerband aus Rodenbach im Festzelt spielte.